Lehm weist als Baustoff folgende positive Eigenschaften :

- einmalig gute Verarbeitbarkeit : da der Lehm nicht durch Trocknen härtet, ist die sogenannte Topfzeit quasi unbegrenzt, sofern man der Lehm feucht hält (Achtung bei organische Zuschläge wie planzliche Fasern : sie fangen je nach dem an,  nach 1-2 Tagen sich zu zersetzen).  Da Lehm ganz Hautfreundlich ist, kann er  mit blossen Händen und auch von Kindern verarbeitet werden. (Der Sand und die Nässe können aber wohl der Haut zusetzen!)

- sehr gute Wiederverwendbarkeit, sofern er nicht mit Zuschläge wie Kalk, Zement,  Zelluloseleim, etc..  "stabilisiert" wird. Diese Umkehrbarkeit mittels Wasser macht der Lehm quasi zu einem "Null-Abfall" Baustoff.

- hohe Sorptionsfähigkeit : Lehm kann fremde Stoffe in hohem Mass absorbieren, meist in Form vom Gas,( z,B, Dampf, Gerüche etc..)

- sehr gute Feuchteleitfähigkeit : sowohl in Form vom Dampf (Diffusion) als auch in flüssiger Form (Kapillarität)

- geringe Ausgleichfeuchte : so hält der Lehm angrenzende Bauteile, z.B. Holz, trocken

Ich bin auch vom Lehm als Gestaltungsstoff fasziniert : durch seine Plastizität, seine angesprochene Umkehrbarkeit, die Vielfalt an natürlich vorkommende Farben, seine Gutmütigkeit. Lehm ist eigentlich, mineralogisch gesehen, eine Mischung von Ton, Schluff (Silt), und Sand. Durch eigenes Mischen und unter Einhaltung gewisse Proportionen je nach Verwendungszweck, kann man Körnung und Art des Sandes, Farbe des Tons und auch Zuschlägen wie z.B. pflanzliche Fasern (Stroh etc...) varieren. Je nach Aufbringungstechnik und Oberflächenbearbeitung kann der Ausführende somit eine grosse optische und haptische Vielfalt erzielen.

 Durch diese Eigenschaften folgen wichtige Aspekte :

- fliessendes Wasser zerstört einen konstruktiven Lehmverbund in kurzer Zeit

- Je nach Ton-Art und Mischungsverhältnis zeigt der Lehmbaustoff einen ausgeprägten Quell- und Schwundverhalten.

- Das Trocknen ist ein ganz wichtiger Prozess im Lehmbau und braucht seine Zeit,

- die meisten Lehmbaustoffen bleiben nach dem Trocknen relativ weich

 Lehm muss also zwingend materialgerecht geplant, verarbeitet und eingebaut werden !


Lehmleichtbau

Ich habe mich auf den "Lehmleichtbau" spezialisiert : Dieser Umfasst Lehmtrockenbau (Arbeiten mit Lehmfertigprodukte wie Lehmbauplatten), Lehmverputze, und z.T. Leichtlehmbau (ein grosser Anteil von organischen oder mineralischen Füllstoffen (Stroh, Kork, Blähton, etc..) wird mit Lehm gebunden und mittels Verschalung eingebaut).

Schlafzimmer-Umbau in 8489 Wildberg :

Lehmbauplatte 25 mm auf Holzrost geschraubt

 

Schlafzimmer-Umbau in 8489 Wildberg : Grundputz mit Netzeinbettung 15 mm

Zimmer- Neubau in 8489 Wildberg : Grundputz 12 mm mit Opalit auf Gipsfaserplatten

Zimmer-Neubau in 8489 Wildberg : Oberputz 6 mm mit farbigem Lehm und Pigmente

Trennwandverkleidung in Küsnacht : 60 mm Thermohanf, Lehmbauplatten 25 mm, Grundputz 10 mm, Edelputz 4mm farbig

Lehmverputz in 8810 Horgen

Eigene Mischung Farbe und Zusätze nach Kundenwunsch, Sand 0-1 mm, Oberfläche geschwämmt, Kantenschutzprofile Alu blank

Leichtlehm in 8489 Wildberg

Lehmputzaufbau auf Holzkonstruktion in 8489 WIldberg

Umbau Kachelofen zum Steinofen mit Lehm"Satellite"